01.11.2008 KAB Rhein Main - Bezirkstag 2008: Pressemitteilung

KAB-Bezirksverband Rhein-Main
 
PRESSEMITTEILUNG 
 
Arbeitnehmerrechte bleiben in Europa auf der Tagesordnung Bezirkstag der KAB Rhein-Main in Hochheim. Thomas Diekmann für drei Jahre als KAB -Bezirksvorsitzender bestätigt
 
Ausführlich stellte Michael Klippel, Betriebsratsvorsitzender des europäischen Konzerns Sanofi – Arventis in Frankfurt – Höchst, auf dem diesjährigen Bezirkstag der Katholischen Arbeitnehmer – Bewegung (KAB) Bezirksverband Rhein –Main am vergangenen Samstag die länderübergreifende, europaweite Situation der Arbeitnehmer in diesem Konzern vor.Bestimmend sind in diesem Unternehmen die gesetzlichen Regeln, die in Frankreich, dem Hauptsitz von Sanofi - Arventis gelten. Dort gibt die Mitbestimmungsregeln, wie sie in Deutschland gesetzlich geregelt, sind nicht. Dennoch haben sich die Beschäftigten in den verschiedenen  Ländern in Vereinbarungen mit der Betriebsleitung einen Europäischen Betriebsrat von 40 Mitgliedern ausgehandelt. Aufgrund der Verteilung der Arbeitsplätze sind dabei der Anteil an französischen und deutschen Vertretern und Vertreterinnen am größten. An den verschiedenen Standorten gelten jedoch weiterhin die jeweiligen gesetzlichen Regeln des Landes. Länderübergreifend und damit europaweit ist  es eigentlich nur der kleinste gemeinsame Nenner, der übergreifend geregelt ist. Im Euro-Betriebsrat trifft man sich mehrmals jährlich eher zum Austausch und zur Vernetzung, da überall die Verhältnisse zwischen einzelnem Arbeitnehmer, dem Betriebsrat und den Gewerkschaften anders festgelegt sind.In England, in Frankreich, in Italien oder in Deutschland, in jedem Land sind Strukturen, Zusammenarbeit und gesetzliche Vorgaben sehr unterschiedlich gewachsen und finden in der Regel auch die Zustimmung der Beschäftigten und der  örtlichen Betriebsleitungen sowie der Gewerkschaften. 
 
Strukturen und gesetzlichen Regelungen erwartet Michael Klippel frühestens in 10 – 15 Jahren. Bis dahin würden weiter die nationalen Regeln eingehalten. Eine Änderung dieser Kultur bräuchte zunächst ein Umdenken bei den Beschäftigen vor Ort.Begonnen hatte der Bezirkstag in Hochheim mit einem feierlichen Gottesdienst.Die Diskussionsveranstaltung im katholischen Vereinshaus leiteten Grußworte der Bürgermeisterin, Angelika Munck sowie der Vertreterin des Pfarrgemeinderats St. Peter und Paul Hochheim, Ulrike Erb ein. Angelika Munck wies in ihrer Begrüßung der rund 80 Delegierten und Gäste aus dem ganzen Rhein – Main – Gebiet  besonders auf den Einsatz der KAB zum Schutz der Sonn – und Feiertage hin.Bei den anstehenden Wahlen zum Bezirksvorsitz und dem stellvertretenden Bezirksvorsitzwurden Eva-Maria Wörner aus Frankfurt – Fechenheim als stellvertretende Bezirksvorsitzende und Thomas Diekmann von der KAB Hochheim als Bezirksvorsitzender für drei Jahre in ihren Ämtern bestätigt.In den Bezirksvorstand der KAB Rhein-Main wurden als Beisitzer gewählt:Karl-Heinz Burschyk, KAB Frankfurt-Nied,  Lothar Höhn, KAB Frankfurt-Goldstein,Raimund Riedel, KAB Frankfurt – Sachsenhausen, Elisabeth Steyer, KAB Okriftel,Christian Vollbrecht, KAB Flörsheim und Manfred Wörner, KAB Frankfurt – Fechenheim